1. Mannschaft

Matchberichte/Bilder 2010

Regular Season
1. W: Broncos - Renegades 28:9 (13:0, 6:6, 9:0, 0:3)
2. W: Gladiators - Broncos 6:21 (0:7, 0:7, 0:0, 6:7)
3. W: Renegades - Broncos 13:28 (0:6, 7:16, 0:0, 6:6)

Efaf Cup Group Game
4. W: Lazio Marines - Calanda Broncos 42:61 (14:20, 7:14, 6:21, 13:7)

Regular Season
5. W: Blue Devils - Broncos 18:34 (0:7, 6:13, 6:7, 6:7)

Efaf Cup Group Game
6. W: Calanda Broncos - Kragujevac Wild Boars 45:20 (16:0, 21:0, 2:0, 6:20)

Regular Season
7. W: Broncos - Warriors 49:6 (7:0, 21:6, 7:0, 14:0)
8. W: Broncos - Grizzlies 29:0 (14:0, 13:0, 2:0, 0:0)
9. W: Warriors - Broncos 16:39 (0:19, 0:7, 0:6, 16:7)

Efaf Cup Semifinal
10. W: Broncos - Parma Panthers 40:21 (7:7, 0:7, 13:0, 20:7)

Regular Season
11. W: Grizzlies - Broncos 0:6 (0:0, 0:0, 0:0, 0:6)
12. W: Broncos - Gladiators 15:0 (2:0, 0:0, 7:0, 6:0)
13. W: Broncos - Blue Devils 16:6 (0:0, 0:0, 7:6, 9:0)

Playoff-Halbfinal
14. W: Calanda Broncos - Bern Grizzlies 30:7 (7:0, 0:7, 16:0, 7:0)

Efaf Cup Final
15. W: Broncos - Carlstad Crusaders 17:3 (7:0, 7:0, 0:3, 3:0)

Swiss Bowl
16. W: Calanda Broncos - Basel Gladiators 49:7 (20:0, 8:0, 14:0, 7:7)


Matchberichte/Bilder 2009

Preseason
1. W: Broncos - Lions 66:0 (46:0, 6:0, 6:0, 8:0)

Regular Season
2. W: Broncos - Grizzlies 16:14 (3:0, 0:7, 7:0, 6:7)
3. W: Seahawks - Broncos 7:61 (7:14, 0:20, 0:14, 0:13)
4. W: Broncos - Warriors 70:20 (21:12, 28:8, 14:0, 7:0)

Efaf Cup
5. L: Thonon Black Panthers (Fr) - Broncos 41:20 (13:0, 14:13, 7:7, 7:0)

Regular Season
6. L: Warriors - Broncos 30:26 (0:7, 8:6, 8:13, 14:0)

Efaf Cup
7. L: Broncos - Parma Panthers (It) 27:43 (6:7, 7:14, 0:15, 14:7)

Regular Season
8. W: Renegades - Broncos 21:28 (0:0, 7:14, 6:0, 8:14)
9. W: Broncos - Seahawks 50:0 (ff)
10. L: Grizzlies - Broncos 24:21 (7:14, 7:0, 7:7, 3:0)

Charity Game
11. L: Broncos - North Central Cardinals 7:29 (0:0, 0:15, 7:6, 0:8)

Regular Season
12. W: Broncos - Renegades 52:39 (7:10, 18:14, 14:7, 13:8)

Playoff-Halbfinal
13. W: Broncos - Grizzlies 42:0 (14:0, 14:0, 14:0, 0:0)

SWISS BOWL XXIV
13. W: Broncos - Renegades 35:23 (7:7, 14:16, 14:0, 0:0)


Matchberichte/Bilder 2008

1. W: Gladiators - Broncos 2:19 (0:6, 0:7, 0:6, 2:0)
2. L: Broncos - Grizzlies 7:19 (0:6, 7:0, 0:7, 0:6)
3. W: Warriors - Broncos 6:28 (0:7, 6:7, 0:7, 0:7)
4. W: Broncos - Renegades 28:21 (6:14, 7:7, 8:0, 7:0)
5. W: Broncos - Warriors 28:25 (6:6, 7:7, 0:6, 15:6)
6. L: Renegades - Broncos 28:16 (6:0, 7:3, 9:6, 6:7)
7. W: Grizzlies - Broncos 13:30 (0:14, 7:13, 0:0, 7:3)
8. W: Broncos - Gladiators 20:19 (7:0, 7:7, 0:12, 6:0)
9. L: SWISS BOWL: Renegades - Broncos 52:27 (14:7, 7:6, 14:0, 17:7)


NLA-Saisonvorschau 2008



Neben den Broncos spielen 2008 vier weitere Teams um den Schweizer Meistertitel. Nach einer Hin- und Rückrunde treffen die beiden Erstplatzierten am 6. Juli in Bern im 22. Swiss Bowl aufeinander, der Letztplatzierte nach der Regular Season steigt in die NLB ab. Die Liga ist äusserst kompetitiv, liebäugeln doch alle Teams mit einer Finalteilnahme. Favorisiert sind die Basel Gladiators, die zwar als einziges aktuelles NLA-Team noch keinen Schweizer Titel im Palmarès führen, aber ein breites Kader und mehrere amerikanische Verstärkungen im Team wissen. Ebenso stark einzustufen ist Titelverteidiger und Efaf-Cup-Teilnehmer Bern Grizzlies, die im Eröffnungsspiel in Basel am Sonntag mit 29:13 siegreich waren. Knapp dahinter folgen Rekordmeister Zürich Renegades und die Winterthur Warriors, die zuletzt viermal in Serie im Final standen (und 2006 ihren ersten Titel gewannen).

Aufgrund der starken Konkurrenz muss das Saisonziel der Broncos Ligaerhalt heissen, sprich einen Gegner müssen die Bündner hinter sich lassen. Die neu vom 45-jährigen Amerikaner James Craig gecoachten Broncos dürfen sich durchaus Hoffnungen machen. Der Stamm des jungen Kaders, das die letzten beiden Jahre in der NLB zweimal das Final erreichte und 2007 den Wiederaufstieg in die NLA schaffte, ist auch diese Saison zu einem grossen Teil an Bord. Dazu kommt ein starker Jahrgang aus dem Juniors-Team, das letzte Saison in der Schweizer Meisterschaft Dritte wurde. Rund 30 einheimische Spieler um Running Back Raffael Tavarez in der Offense sowie Ronny Lietha, Behar Mustafa und Claudio Schenker in der Defense bilden somit auch 2008 das Fundament der Mannschaft. Die Abgänge - angeführt vom nach Hohenems gewechselten Topskorers Tino Muggwyler - konnten durch mehrere «Rückkehrer» gut geschlossen werden: So bringen die in den letzten Jahren für Winterthur tätigen Bündner Harry Loibner, Martin Seiler und Thomas Müller eine gehörige Portion Erfahrung mit und stossen zu einem Team, in dem mit den Linemen Urs Cantieni, Marco Gallina, Diego Camina und Running Back Samuel Koch immer noch vier Teamkollegen stehen, mit denen sie 2003 den ersten Meistertitel der Broncos feierten.

Einen Überraschungscoup im Recruiting landeten die Broncos im März, als mit den in Winterthur spielenden Ünal Yldirim und dem norwegischen Internationalen Joseph Kinne zwei Passverteidiger dem Ruf ihrer einstigen Teamkollegen folgten und ebenfalls nach Graubünden wechselten. Nicht zu vergessen ist natürlich auch der neue amerikanische Quarterback Aaron James, der bereits seit Ende Februar in Chur weilt und dem Angriff eine neue Dimension öffnen soll. «Mit diesem Kader können wir unsere Ziele erreichen», gibt sich Coach Craig vor Saisonbeginn optimistisch.

Spielplan Seniors
Kaderliste Seniors
Preseason-Bildergalerie Seniors
Teamfoto 2008
Gästebuch
Broncos-Preseason-Stories



Saisonrückblick 2007



Landquart Broncos - Geneva Seahawks 20:8

Total Yards: Broncos 270, Geneva 119.
Im Saisoneröffnungsspiel trafen die Broncos auf die Geneva Seahawks, gespickt mit Spielern, die in den beiden Vorjahren die Nachwuchsmeisterschaft gewannen. Die Broncos rangen den hartnäckigen Gegner nach zwei TDs von Tino Muggwyler und einem TD-Catch von Tight End Ronny Lietha (2 EPs Thomas Brügger) mit 20:8 nieder.

St. Gallen Vipers - Landquart Broncos 0:39

Total Yards: Vipers -8, Broncos 180
Im zweiten Saisonspiel kam es in St. Gallen bereits zum Ostschweizer Derby gegen die Vipers. Die Broncos dominierten vom ersten Spielzug an das Geschehen auf dem Feld und kanterten die Vipers mit 39:0 nieder. Tino Muggwyler erzielte vier TDs, sein RB-Kollege Raffael Tavarez 2 (3 EPs Brügger).

Landquart Broncos - Bienna Jets 28:42
Total Yards: Broncos 274, Jets 305
Im Spitzenspiel der Runde empfingen die Broncos den NLA-Absteiger und Ligafavoriten und gingen unter. Die Broncos liefen das ganze Spiel einem Rückstand hinterher, und nachdem sie im vierten Quarter ausgeglichen hatten, mussten sie sich doch noch der Spread-Offense der Jets geschlagen geben. Die Punkte für die Bündner erzielte Tino Muggwyler mit vier Touchdowns, Thomas Brügger mit zwei EPs und QB Cheyllo Brändli und TE Ronny Lietha mit je einer Conversion.

Fribourg Cardinals - Landquart Broncos 14:29
Total Yards: Cardinals 143, Broncos 293
Auswärts bei den Fribourg Cardinals wollten die Broncos mit Smashmouth-Football wieder auf die Siegerstrasse zurückkehren. Raffael Tavarez erlief zwei Touchdowns, Tino Muggwyler einen sowie zwei Conversions, dazu fing Ronny Lietha einen TD-Pass von QB Sven Deininger und die Broncos sicherten sich trotz frühem Rückstand einen letztlich sicheren 29:14-Sieg.

Landquart Broncos - St. Gallen Vipers 14:29
Total Yards: Broncos 151, Vipers 167
Das Heimspiel gegen St. Gallen leitete für die Broncos Organisation eine Platoon Week mit vier Heimspielen in neun Tagen ein. Den Anfang machte das Derby gegen St. Gallen. Die Broncos starteten fulminant und skorten durch Tino Muggwyler gleich einen Kickoff-Return-TD, und im nächsten Drive erhöhte Urs Cantieni durch einen Punt-Block-TD. In der Folge kontrollierten die Bündner das Spiel und erhöhten durch Läufe der Quarterbacks Sven Deininger und Nate Fellberius, einen Safety der Defense und drei EPs von Thomas Brügger zum klaren 29:0-Sieg. Dies war damit berets der vierte Shutout-Sieg der Broncos in Serie gegen die Vipers.

Landquart Broncos - Wisconsin-Platteville Pioneers 0:66
An einem frühlingshaften Dienstagabend war an der Churer Ringstrasse die University of Wisconsin-Platteville zu Gast, zweifellos das stärkste Football-Team, das je in Graubünden gespielt hat. Die Amerikaner dominierten das Spiel dank grossem Speed und Athletik und liessen die Broncos nur einmal in die Nähe der eigenen Endzone. 600 Zuschauer freuten sich nicht nur am Footballspektakel der Pioneers, sondern auch am grossen Kampfgeist der Broncos, die gegen die Backups der Gäste in der zweiten Halbzeit nur noch einen Touchdown einstecken mussten.

Landquart Broncos - John Carroll University Blue Streaks 0:49
Wieder drei Tage später stiegen die Broncos in die dritte Footballschlacht innert sechs Tagen, und wieder war mit dem US-College-Team der John Carroll Blue Streaks ein für Schweizer Verhältnisse übermächtiger Gegner zu Gast. Die Footballer aus Cleveland dominierten insbesondere mit einer sehr starken Defense, zeigten aber auch in der Offense mehrere Big Plays zum klaren Sieg. Die zweifellos etwas müden Broncos kämpften bis zum Schluss und konnten jedem einzelnen Spieler der Juniors und Seniors zumindest einmal einsetzen. Somit kamen gegen die Pioneers und die Blue Streaks insgesamt über 50 Bündner zum Einsatz, die sich damit den Traum, gegen ein College-Football-Team gespielt zu haben, erfüllt haben.

Landquart Broncos - Fribourg Cardinals 25:8
Total Yards: Broncos 242, Cardinals 67
Eine Woche nach der Platoon-Week empfingen die Broncos die Fribourg Cardinals zur Schlussphase der Regular Season. Die Bündner kontrollierten das Spiel, Quarterback Sven Deininger erpasste zwei TDs auf Tino Muggwyler und Ronny Lietha, dazu skorten die Nachwuchs-Running Backs Konstantin Räber und Simon Dinkel mit TD-Runs (1 EP Ursin Cola). Die beiden entscheidenden Spiele um die Finalteilnahme standen nun noch bevor - beide auswärts.

Bienna Jets - Landquart Broncos 12:41
Total Yards: Jets 153, Broncos 313
Im NLB-Spiel der Spiele ging es in Biel um eine Vorentscheidung bezüglich Finalteilnahme. Die Broncos starteten unglücklich: Zuerst wurde ihnen ein spektakulärer Touchdown-Pass wegen einer Strafe abgesprochen, und im nächsten Spielzug skorten die Jets nach einem umstrittenen 50-Yard-Fumble-Return TD. Die Bündner liessen sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und rollten postwendend über die Bieler hinweg: Tino Muggwyler erlief 4 TDs, Raffael Tavarez und Cheyllo Brändli skorten je einmal und Thomas Brügger verwertete 5 EPs zum grandiosen 41:12-Sieg. Die Finalteilnahme war den Broncos damit so gut wie sicher.

Geneva Seahawks - Landquart Broncos 29:8
Total Yards: Seahawks 361, Broncos 125
Die Ausgangslage vor dem letzten Regular-Season-Spiel war verzwickt. Die Broncos konnten sich theoretisch eine Niederlage mit 34 Punkten leisten und hätten sich immer noch für den Final qualifiziert. Eine Pleite mit mehr als 21 Punkten hätte die Broncos aber auch das Final-Heimrecht gekostet. Bei einem Sieg der Bündner wäre Biel und nicht Geneva der Finalgegner gewesen. Die Rechnerei und das schmale Kader behagten den Broncos im Stade de Geneve überhaupt nicht: Am Ende erlöste Tino Muggwyler mit einem TD-Run, einer Conversion und einer Interception im Schlussviertel die Leiden der Bündner, die mit 8:29 unterlagen und somit das Final-Heimrecht hauchdünn retteten. Gegen die erstarkten Seahawks würde dies aber kein Zuckerschlecken werden.

NLB-Final
Landquart Broncos - Geneva Seahawks 7:6
Total Yards: Broncos 241, Seahawks 149
Der NLB-Final entwickelte sich von Beginn weg zu einer Defense-Schlacht. Die Broncos rückten zwar auch in der Offense stetig vor, vergaben aber mermals in aussichtsreicher Position, im dritten Quarter gingen die Broncos einmal mit einem First and Goal an der Seahawks 4-Yard-Linie leer aus. Sieben Minuten vor Schluss schliesslich legten die Bündner einen weiteren schönen Drive hin und erzielten durch Raffael Tavarez und Thomas Brügger das 7:0. Die Seahawks konterten zwar postwendend mit einem Big Play, doch die Defense mit Emir Bensalem und Behar Mustafa stoppten den Zweipunkte-Versuch der Gäste für Minus-Raumgewinn. Die Broncos Offense erzielte daraufhin das letzte nötige First Down, siegte mit 7:6 und wurde damit Schweizer NLB-Champion!



Bericht in der Südostschweiz nach dem NLB-Final



Quo Vadis Landquart Broncos?
Der Bündner NLA-Klub steht nach dem Wiederaufstieg in die NLA vor grossen Herausforderungen

Nach zwei Jahren in der Nationalliga B sind die Landquart Broncos wieder erstklassig. Die Bündner schlugen am letzten Sonntag im NLB-Final die Geneva Seahawks knapp mit 7:6 und stehen damit wieder in den Top 5 der Schweizer Footballszene. Welche Perspektiven hat die einzige Bündner Football-Mannschaft, die vor genau zehn Jahren zum ersten Mal im Schweizer Endspiel stand? «Mit diesem jungen Team ist alles möglich», gibt Headcoach Marcel Brändli eine ambitionierte Antwort, «in wenigen Jahren können wir wieder ganz zuoberst stehen.» Um dies zu erreichen, müssen die Broncos eine grosse Herausforderung neben dem Spielfeld meistern: das Team zusammen zu halten. Bereits haben verschiedene Klubs ihre Fühler nach einzelnen Broncos, wie zum Beispiel nach Topskorer Tino Muggwyler, ausgestreckt. Der Ballträger wäre nicht der einzige Spieler, den die Broncos in den letzten Jahren an die Konkurrenz verloren haben. Trotz der Rückkehr von Marco Gallina und Samuel Koch zu Beginn dieser Saison spielten 2007 nicht weniger als sieben Top-Spieler, die ihr Football-ABC bei den Broncos gelernt haben oder ihre erste Football-Station in der Schweiz in Landquart absolvierten, in Winterthur, Zürich oder im benachbarten Österreich in Hohenems.
*
Als Grund für diesen Exodus nennen die Abgewanderten weniger finanzielle als sportliche Motive – so spielt Winterthur heute beispielsweise mit fünf Ex-Broncos im Schweizer Final gegen Bern, Hohenems nächsten Sonntag mit dem Churer Robin Haas im Efaf-Cupfinal, dem Pendant zum Uefacup im Fussball. «Natürlich ist es hart, wenn man Spieler jahrelang ausbildet und sie dann an andere Klubs verliert», meint Sportchef Gianpaolo Ricchi, «finanziell können wir mit diesen Klubs nicht mithalten, deshalb müssen wir mehr sportliche Anreize bieten. Wenn wir uns wieder auf dem Level der Jahre 1998-1999 und 2003-2004 bewegen, gibt es keine Gründe mehr, den Klub zu wechseln.» Ein Teufelskreis, ist es doch mit jedem gewichtigen Abgang schwieriger, national vorne mitzuspielen. «Natürlich würden wir Rückkehrer mit offenen Armen aufnehmen. Klar ist aber auch, dass wir unser Team weiter um unsere jungen Wilden herum aufbauen. Ihnen gehört die Zukunft, und solange wir unsere Nachwuchs-Pipeline am Laufen halten, wird auch unser Fanionteam stärker», so Headcoach Brändli, der selbst noch nicht weiss, ob er auch 2008 weiter für die erste Mannschaft tätig oder sich ausschliesslich aufs Juniorenteam – das dieses Jahr in der Schweizer Meisterschaft den dritten Rang erreichte - konzentrieren wird.

Vom Palmarès her gehören die Bündner zweifellos in die NLA: Mit drei Final-Qualifikationen in den letzten zehn Jahren, dem Meistertitel 2003, der Eurobowl-Teilnahme 2004, dem zwischenzeitlichen 13. Rang im Europa-Ranking und vier Podestplätzen mit der Nachwuchsmannschaft sind die Bündner eines der erfolgreichsten Schweizer Teams im letzten Jahrzehnt. Vier Teams mit über 80 aktiven Bündner Sportlern sind mittlerweile Teil der Broncos-Familie, darunter mit Sebastian Farrer, Ronny Lietha und Tino Muggwyler auch drei Schweizer Nationalspieler, die allesamt jünger als 22 Jahre alt sind und im August in Österreich die C-EM bestreiten werden. Dazu kommen sieben Junioren-Nationalspieler, wovon eine Handvoll bereits 2008 den Sprung ins Fanionteam schaffen sollte. Trotzdem wird’s auch 2008 wohl nicht ganz ohne erfahrene Spieler gehen, das zeigte die letzte Genfer Angriffserie vom Sonntag, in der die Broncos Gefahr liefen, NLB-Titel und NLA-Aufstieg in letzter Sekunde zu verspielen: Mit Richard Andersag, Marco Gallina und Urs Cantieni sicherten gleich drei «Oldies» mit wichtigen Tackles den Sieg. Demgegenüber standen allerdings auch drei Big Plays, die ehemaligen Broncos Juniors zugeschrieben werden können: Rafael Tavarez erzielte den einzigen Touchdown, Thomas Brügger den wichtigen Extrapunkt und Emir Bensalem stoppte die letztlich entscheidende Two-Point-Conversion der Genfer nach dem 6:7-Anschluss. Alle drei sind noch keine 24 Jahre alt. Fazit: Die richtige Mischung von erfahrenen Cracks und jungen Talenten - gewürzt mit einzelnen Rückkehrern und der einen oder andern gezielten Verstärkung aus dem Mutterland des Footballs - dürfte auch nächste Saison das Rezept der Broncos sein. Obs auch ein Erfolgsrezept sein wird, wird sich zeigen.



Saisonvorschau 2007

Nach der Auferstehung 2006 wollen die Broncos 2007 in die NLA aufsteigen. Möglich machen sollen es das talentierte junge Kader und die Rückkehr einiger erfahrener Footballer zu den Broncos.

Den ersten Wechsel gab es im Winter von der Coachingfront zu vermelden: Richi Brändli gab das Headcoaching-Amt seinem Bruder Marcel zurück, der die Broncos bereits von 2001-2004 mit grossem Erfolg (Meistertitel, Eurobowl-Teilnahme) trainierte und auch als einer von drei Quarterbacks (neben Sven Deininger und Dave Bättig) aktiv auf dem Feld stehen wird. Nach dem Rücktritt von Martin Meuli bleiben im Angriff mit Rafael Tavarez und Tino Muggwyler zwei Running Backs, die 2006 eine fulminante Saison hatten. In der soliden Offense Line um Center Diego Camina und die Tackles Urs Cantieni und Sebastian Farrer musste nur ein Spieler ersetzt werden. Im Corps der Passfänger darf von Jörg Mateo nach der vielversprechenden Saison 2006 ein weiterer Schritt nach vorne erwartet werden.

Nochmals um einiges stärker als 2006 dürfte die Defense der Bündner einzuschätzen sein: Mit den Rückkehrern Richard Andersag, Johannes Berry (beide Rücktritt vom Rücktritt), Marco Gallina und Samuel Koch (beide Winterthur) haben die Landquarter viel Erfahrung zurückgewonnen. Herzstück der Defense bleibt die Linebacker-Crew um Behar Mustafa, Ronny Lietha und dem ehemaligen Zürich Renegades Michael Egli. Die Passverteidigung der Broncos wird vom Safety und letztjährigen Captain Claudio Schenker sowie den Rückkehrern Berry und Koch auf den Cornerback-Positionen angeführt.

Nach dem Vizemeistertitel in der NLB steigen die Landquart Broncos als einer der Favoriten in die diesjährige Meisterschaft. Die Bündner bekommen es allerdings mit hochkarätigen Gegnern zu tun.

Erster Broncos-Gegner der neuen Saison sind die Geneva Seahawks, die jüngst mit zwei Junioren-Meistertiteln auf sich aufmerksam gemacht haben. Letzte Saison feierten die Bündner zwei Shutout-Siege gegen die Genfer. Gelingt den Seahawks allerdings der Einbau ihrer talentierten Nachwuchsspieler, gehören sie in der NLB zu den Favoriten.

Die einst so glorreiche Rivalität zwischen Landquart und St.Gallen hat in den letzten Jahren etwas gelitten. Waren die Spiele über Jahre hinweg ausgeglichen, emotionsgeladen und hochspannend, dominierten die Bündner das Derby in den letzten Jahren: Die Broncos Juniors haben 9 der letzten 11 Direktvergleiche gewonnen, die Seniors 4 der letzten 5. Bleibt abzuwarten, ob sich die einst so stolzen Vipers wieder fangen - oder ganz abstürzen.

Topfavorit auf die NLB-Krone sind 2007 die aus der NLA abgestiegenen Bienna Jets. Die Bieler haben in den letzten Jahren aus vielen jungen Talenten ein neues Team geformt und konnten zuletzt mit einem variantenreichen Angriffsspiel und körperlicher Stärke überzeugen.

Ebenfalls zu den Favoriten zählt der Westschweizer Champion Fribourg Cardinals, der die Broncos schon 2006 fordern konnte. Die junge Equipe der Cardinals scheint eine grosse Zukunft zu haben, muss 2007 aber erstmals ohne Neuling-Bonus antreten.

Ein ganz besonderes Highlight findet am 22. Mai statt: In einem Freundschaftsspiel treten die Broncos in Chur gegen das US-Football-Team der University of Wisconsin-Platteville an.