Viel wurde vor Saisonbeginn diskutiert, ob die Calanda Broncos ihre Dominanz in der Schweizer Football-Meisterschaft fortsetzen können. Im Startspiel an der mit rund 760 Zuschauern vollgepackten Churer Ringstrasse zeigten die Bündner zwar, dass auch dieses Jahr mit ihnen zu rechnen ist – aber auch, dass noch viel «Luft nach oben» bleibt. Mit einem Feuerwerk startete der neue Broncos-Quarterback Conner Manning, der seine Receiver im Startviertel wiederholt mit zentimetergenauen Zuspielen bediente. In Abwesenheit des verletzten Adrian Sünderhauf zeigte Lukas Lütscher dabei, warum er der Alltime-Topskorer der Bündner ist. Der frischgebackene Vater fing im Startviertel den ersten Touchdown der Saison für die Broncos.
Der erste Touchdown des Jahres durch Lukas Lütscher
Der erste Touchdown des Jahres durch Lukas Lütscher.
Einen überzeugenden Eindruck machte auch der zweite Passempfänger Severin Murk, der letzte Saison noch als Quarterback in der U19 der Broncos im Einsatz war und die Winterthurer als physischer Passfänger immer wieder vor Probleme stellte. Nur wenige Zeigerumdrehungen nach dem Führungs-Touchdown sorgte Running Back Steffen Haenelt für das 14:0 – erneut die Kombination Manning-Lütscher hatte in diesem Drive bei einem 3rd & 20 mit einem 20-Yard-Pass für den Schlüsselspielzug gesorgt. Nicht wenige Zuschauer fühlten sich schon wie so oft an der Ringstrasse: Alles deutete auf einen Kantersieg hin, doch die Warriors setzten sich im Gegensatz zum Halbfinal des Vorjahrs, den die Bündner mit 56:6 für sich entschieden hatten, zur Wehr. Mit einem wunderschönen 50-Yard-Touchdown-Pass des amerikanischen Warriors-Quarterbacks Spenser Lewis auf Pascal Rüegg verkürzten die Gäste im zweiten Quarter und zeigten, dass die ersatzgeschwächte und verjüngte Bündner Defensive nicht unverwundbar ist.
Und als Broncos-Quarterback Manning im folgenden Drive eine ziemlich üble Interception warf, die postwendend durch die Kombination Lewis-Rüegg zum Ausgleich ausgenützt wurde, wurde es manchem Broncos-Fan mulmig zumute. Kein Wunder: Seit fünf Jahren (und nur einmal in den letzten zehn) haben die Broncos in der Schweizer Meisterschaft an der Ringstrasse nicht mehr verloren. Dass das Timing noch nicht wunschgemäss klappt, ist in einem Startspiel nicht ungewöhnlich, erstaunlich war aber schon, dass den Bündnern in der ersten Halbzeit gerade im Laufspiel gegen die athletischen Winterthurer wenig gelang.
Nach dem schwachen zweiten Quarter kamen die Broncos entschlossen aus der Pause hervor. Gleich den ersten Drive schlossen die Bündner mit einem kurzen Screen Pass von Manning auf Haenelt zur 20:14-Führung ab (erneut wurde der Zusatzversuch der Broncos geblockt). Auch die Defense legte nun eine Schippe drauf, eroberte den Ball umgehend zurück – und nun klappte es auch mit dem Laufspiel: Vor allem Haenelt und eine nun physische Offense Line überpowerte die Gäste und stellte die Zwei-Touchdownführung für die Bündner wieder her (28:14). Auch die Bündner Defense war nun besser eingestellt und liess in der zweiten Halbzeit keine Punkte mehr zu.
Die Broncos Coaches waren nach dem 14:14 gefragt
Die Broncos Coaches waren nach dem 14:14 gefragt.
Im Angriff blieb Broncos-Coach Geoff Buffum beim Laufspiel, das die Gäste von Minute zu Minute mehr zermürbte. Besonders das Power Run Game über Haenelt stellte die Winterthurer vor grosse Probleme. Letztlich war es aber der flinke Melvin Sassi, der aus vier Yards den vorentscheidenden Touchdown zum 36:14 skorte. Die letzten Aufbäumungsversuche scheiterten spätestens dann, als Steivan Krättli – auch er ein Rookie, der letzte Saison noch in der U19 spielte – im Schlussviertel eine bemerkenswerte Interception fing.
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